DENIS DIDEROT, PHILOSOPHE

Um Langres
  • Langres, Geburtsstadt des Philosophen Denis Diderot

    Der wohl berühmteste Einwohner Langres’ ist zweifelsohne Denis Diderot, 1713 auf dem Platz geboren, der heute seinen Namen
    trägt.
    Als Sohn eines namhaften Messerschmiedemeisters besucht er das von Jesuiten geführte Kolleg. Dem Wunsch seines Vaters
    zufolge sollte er einem geistlichen Orden beitreten, was Diderot jedoch im Gegensatz zu seinem Bruder ablehnte. Im Alter von 15
    Jahren verweigert er die Nachfolge seines Vaters und die Kanonikus-Pfründe seines Onkels und geht nach Paris, um dort sein
    Studium am Lycée Louis-le-Grand fortzusetzen.

    Als er sich vom Priesterleben abwendet, entzieht ihm der Vater jegliche finanzielle Unterstützung. Er ist Auftragsschriftsteller und übt
    15 Jahre lang verschiedene Berufe aus. Seinen Lebensunterhalt verdient er sich mit der Übersetzung englischer Schriften ins
    Französische.

    1746 erhält er den Auftrag, eine 1728 erschienene englischen Enzyklopädie zu übersetzen. Das bring ihn auf die Idee, die
    Enzyklopädie zu erweitern! Das ist der Anfang eines glorreichen, aber wenig einträglichen Werkes, das 1766 sein Ende nimmt.

    DIDEROT und die Haute-Marne, einige Daten dazu:
    5 Oktober 1713: Geburt im Haus Nr. 9 auf der Place Chambeau, der heutigen Place Diderot.
    1723 – 1728: Studium im Jesuitenkolleg - Denis ist ein ausgezeichneter Schüler.
    1728: Diderot verlässt Langres und geht nach Paris, um dort sein Studium fortzusetzen und lässt sich endgültig dort nieder.
    1781: Er schenkt der Stadt Langres seine von Houdon modellierte Bronzebüste.
    31 Juli 1784: Tod Diderots.
    Diderot und seine Stadt
    “Für mich, bin ich ein Kind meiner Heimat“ sagte er.
    Es ist eine Ehre für Langres und Umgebung, die Geburtsstätte dieses Mannes zu sein, der gemeinsam mit Voltaire und Rousseau
    seinen Platz unter den emblematischen Figuren des Aufklärungszeitalters gefunden hat. Diderot kehrt nur fünf Mal in seine
    Geburtsstadt zurück. Zu klein für ihn, liegen seine Ambitionen und sein Schicksal anderswo. Facetten- und wortreicher Autor, wagt er
    sich an alle Genres: Philosophie, Roman, Theater, Kunstkritik. Er prangert die Intoleranz an, verwirft die Autorität der traditionellen
    Moral, verurteilt die Folter und kämpft – mit anderen – für den Triumph der Vernunft und die Universalität des menschlichen Glücks.

    Sein erstaunlich modernes Meisterwerk bleibt die Encyclopédie, ein wahrhaftiges Denkmal und Sieg menschlichen Wissens, deren
    unermüdlicher Baumeister er über zwei Jahrzehnte lang ist.

    Leidenschaftliches Herz und innovativer Geist, seine Bemerkungen über Langres und dessen Einwohner sind lebhaft und
    widersprüchlich. Wenn seine Augen von der Promenade Blanchefontaine aus „über die schönste Landschaft der ganzen Welt
    schweifen“, sagt er über seine Landsleute, dass sie „Verstand und Bildung haben, fröhlich und aufgeweckt sind, Bücher haben und
    lesen und nichts produzieren“...
Service
  • vom 15. Dezember 2017 bis zum 15. Dezember 2017
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