CHARLES DE GAULLE

Um Colombey-les-Deux-Églises
  • Der General de Gaulle
    ...Und Colombey-les-deux-églises:
    Die Zufluchtsstätte eines der größten Staatsmänner des 20. Jh.

    Berühmt geworden ist das Dorf Colombey-les-deux-églises, nachdem der General de Gaulle diesen Ort auserwählte, um dort am 9. Juni 1934 ein Familieneigentum „La Brasserie“ zu erwerben. Es handelte sich um die ehemalige Brauerei des Dorfes (1843 gegründet) und wurde rasch in „La Boisserie“ umgetauft.

    Sich der nahenden Kriegsgefahr bewusst, wünschte er sich einen Landsitz, um dort seine Familie zu versammeln. Er wählte Colombey aufgrund seiner geographischen Situation, denn dieses Dorf der Haute-Marne lag auf halbem Weg zwischen Paris und seinen im Osten und Norden gelegenen Garnisonen, aber auch aufgrund der von dem Ort hervorgehenden Ausstrahlung. Die Heide- und Waldlandschaften dieser ländlichen Gegend waren wie Bruchstücke eines unvergänglichen Frankreichs und entsprachen seinem Geist und seinem Herzen.

    Colombey-les-deux-églises, eine weniger als 1 000 Einwohner zählende Gemeinde, war für den General ein Ort der Erholung, der Besinnung und der Zuflucht, insbesondere am Abend des ersten Durchgangs der Präsidentschaftswahlen mitten in den 68er Mai-Ereignissen und nach der landesweiten Bekanntgabe seines Rücktritts.

    Die letzten Seiten seiner Kriegsmemoiren hat der General Colombey gewidmet: „Hochoben auf der Ebene, gezeichnet von einem bewaldeten Hügel, verbringt es die Jahrhunderte umgeben von dem Erdboden, den seine Einwohner bearbeiten. Diese, obgleich ich mich bewahre, sie zu bedrängen, mich in ihrer Mitte aufzunehmen, umgeben mich mit einer taktvollen Freundschaft. Ihre Familien, ich kenne sie, schätze sie und ich liebe sie.“

    Ein Staatschef, der jedoch immer die dem Präsidenten der Republik zur Verfügung gestellten Residenzen verweigerte: Vizille, Rambouillet, das Grand Trianon, und fühlte sich im Élysée-Palast nie wie zu Hause. Er verbrachte seine ganzen Ferien in seinem Haus in Colombey.

    Hier ist es, wo er Zuflucht suchte, jedes Mal, wenn er eine bedeutende Entscheidung zu treffen hatte oder er auf wichtige Ereignisse wartete. Er lebte in größter Einfachheit.

    So sehr der machthabende Staatsmann darauf bedacht war, dass ein gewisser prachtvoller Dekor seine Persönlichkeit umgibt, dies im Interesse des Staatsprestiges, seiner „Majestät, das französische Volk“, so sehr führte der Privatmann ein einfaches und zurückhaltendes Leben.
Service
  • vom 8. Dezember 2017 bis zum 8. Dezember 2017
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