Ruelle des Chats et Cour du Mortier d'Or

Historische Stätte und Denkmal ,  Stadt der Kunst und Geschichte ,  Renaissance Um Troyes
©TCT
  • Die emblematischste Straße von Troyes bekommt 2014 noch drei weitere neue Fachwerkhäuser hinzu, die vollständig nach der Vorlage von alten Bildpostkarten und Radierungen aus der Epoche nachgebaut wurden. Der Beweis dafür, dass die Geschichte ein ewiger Neuanfang ist und die Stadt noch nicht alle ihre Geheimnisse preisgegeben hat! Diese Gasse hat ihren Namen erhalten, da, so heißt es zumindest, die Häuser so eng beieinanderstehen, dass die Katzen von einem zum anderen Dach oder Dachboden springen können. Stützbalken sollen verhindern, dass die Dächer der Häuser aneinanderstoßen.
    Die Gasse, die im 15. Jh. noch Rue Maillard hieß, erhielt von ihren Bewohnern den Namen „Ruelle des Chats“, Katzengasse, was schließlich ihre offizielle Bezeichnung wurde. „Die Dächer, die sich seit Jahrhunderten voll Bewunderung betrachten, sind zu guter Letzt recht anschmiegsam geworden… Die Katzen können von einem Dachboden zum anderen schleichen, ohne sich auch nur ein einziges Haar zu krümmen.“ (Lucien Morel-Payen)

    Die Gasse ist gepflastert, wie es in Troyes bereits ab dem 13. Jh. üblich war, und besitzt in der Mitte eine Wasserrinne. Die „gehobenen“ Bevölkerungsschichten liefen damals am höheren Straßenrand um sich nicht zu beschmutzen.Über die dunkle, aber reizvolle Gasse gelangt man zum bezaubernden Innenhof „Cour du Mortier d’Or“, in dem man die Rückseiten der Fachwerkhäuser mit ihren Galeriegängen bewundern kann. In die Balkenköpfe sind Figuren meist kämpferischer Art geschnitzt. Das Gebäudeensemble wurde 1981 von den Handwerkern der „Compagnons du Devoir“ restauriert.

    Sogar die alten Laternen sind einen Blick wert. 1534 beschloss der Stadtrat Troyes während der Champagnemessen mit Talglaternen zu beleuchten. Im Jahre 1766 wurden die Hauptverkehrsstraßen im Winter von 150 Straßenlaternen erhellt. Die Talgkerzen wurden 1800 durch Öllampen ersetzt, 1842 durch eine Gasbeleuchtung und am Anfang des 20. Jh. durch eine elektrische Straßenbeleuchtung.
    Die Rue du Mortier d’Or war Teil der heutigen Rue des Quinze-Vingts. Diese verdankt ihren Namen einem Haus in der Nummer 3, das zum Hospice des Quinze-Vingts in Paris gehörte, welches König Ludwig der Heilige für 300 geblendete Kreuzritter gegründet hatte. Das Hospital besaß damals 15 (quinze) Zimmer mit 20 (vingt) Betten.
    Das schöne, grüne Fachwerkhaus in der Ruelle des Chats Nr. 25 direkt neben dem Hof „Cour du Mortier d’Or“ wurde im 16. Jh. für Pierre de Mauroy, dem Grundherren von Colaverdey errichtet. Er war von 1517 bis 1521 Bürgermeister von Troyes und mit Jean de Mauroy verwandt, dessen restauriertes Stadthaus nicht weit von hier entfernt steht und in dem sich heute das Handwerksmuseum „Maison de l’Outil et de la Pensée ouvrière“ befindet.
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