Die Kalkwiesen
Die Kalkwiesen der Region Champagne-Ardenne haben eine außergewöhnliche Pflanzenvielfalt, und dabei vor allem zahlreiche Orchideensorten, zu bieten.
Die so genannten „trockenen“ Wiesen wurden lange Zeit über als Weideflächen für Schafe und Ziegen genutzt und verschwanden nach und nach aus dem Landschaftsbild der Champagne, genauso wie die Weidewirtschaft, die für den Fortbestand dieses originellen Ökosystems mit den unansehnlich wirkenden trockenen Kalkböden sorgte.
Heute findet man diese Wiesen in erster Linie in den Militärcamps der Champagne, aber auch im nördlichen Abschnitt der Ardennen, im Süden des Aube Gebiets und in der Haute-Marne (Vallage und Pays de Langres).
Die „Wiesen“ gedeihen gemeinsam mit ihren besonderen Tier- und Pflanzenarten dank einer extensiven Weidewirtschaft. Das „Conservatoire du patrimoine naturel“ der Region Champagne-Ardenne unterstützt dabei alle jene Gemeinden, die gewillt sind, diese außergewöhnliche Artenvielfalt aktiv zu schützen.
Einige besondere Beispiele
Die Wiesen des Mont de Sery (Sery – Ardennen)
Der Sery-„Berg“ ist ein allein stehender Kreidehügel im Herzen der Kreide-Champagne. Auf den an den Hängen befindlichen Kalkwiesen gedeihen nicht weniger als 16 Orchideensorten und mehr als 160 verschiedene Pflanzengattungen.
Entdecken Sie diese Gegend im Rahmen einer Wanderung
Die Wiese von Saint-Souplet sur Py (Marne)
Auf dieser etwa 3,5 ha umfassenden Kalkwiese kann man – unter anderem - 8 Sorten wilder Orchideen bewundern.
Die Schafswiese „Pelouse des Brebis“ (Brienne-la-Vieille – Aube)
Diese Wiese liegt inmitten des Regionalen Naturparks des Forêt d'Orient, umfasst etwa 10 ha, und diente früher, wie der Name besagt, als Weideland für Schafe. Es handelt sich dabei um eine Auwiese an einem Strand, auf der zahlreiche Orchideensorten und Insekten, wie die Gottesanbeterin, zu finden sind.
La Butte de Taloison (Bay-sur-Aube – Haute-Marne)
La Butte, oder der Hügel von Taloison liegt in 430 Meter Seehöhe auf dem Plateau de Langres. Die Besonderheit dieser Wiese bilden die etwa 30 Pflanzensorten aus den südlichen oder submontanen Regionen. Die Tatsache, in einer derartigen Höhenlage submontane Wiesen vorzufinden, ist an sich bereits höchst erstaunlich.
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