Die Bildhauerei

So wie die Kunstglasfenster nimmt auch die regionale Bildhauerei in der Champagne durch ihre Vielseitigkeit und ihren Überfluss eine ganz besondere Stellung innerhalb Frankreichs ein.
Seit der romanischen Epoche und bis ins 19. Jahrhundert hat sie auf der mittelalterlichen Baustelle in Reims (Abtei Saint Remi, Kathedrale Notre-Dame), in Châlons-en-Champagne (Notre-Dame-en-Vaux), im Renaissance Bau in Troyes und in der Blütezeit der industriellen Kunst in der Haute-Marne (Kunstgieβerei Osne-le-Val) jeweils eine bedeutende Rolle gespielt.
Die Bildhauerei aus dem 15. und 16. Jahrhundert ist besonders in den Kirchen der Aube zu erwähnen: mit dem Grabmal in Chaource und den Altaraufsätzen in Rumilly-les-Vaudes von Lhuître und Géraudot. In der Marne bewahren die Kirchen Gegenstände von einer erstaunlichen Vielfalt auf: alte Altaraufsätze aus dem 14. Jahrhundert (Bréban), zahlreiche Jungfrauen mit dem Kind und seltene Kreuzdarstellungen. In den Ardennen sind die romanischen Taufbecken aus Stein in Tournai oder Givet ebenso erwähnenswert, wie eine bedeutende Produktion von Altaraufsätzen aus Marmor (17. und 18. Jh.). In der Haute-Marne, und dabei vor allem in Chaumont, Bar-sur-Aube und Colombey-lès-Choiseul sind Altaraufsätze von Jean-Baptiste Bouchardon, einem Bildhauer aus Chaumont aus dem 18. Jahrhundert zu bewundern.
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